Herzeleid

Ein gemütlicher Sonntagnachmittag in unserem Albstüble, bei Kaffee und Kuchen mit netten Leuten und schönen Gesprächen.

Ein entspanntes:  Ich gehe jetzt mal nachhause.


Dann ein Anruf, der in Folge 16 Katzenleben gerettet hat.


Wir danken allen Beteiligten, sowie der örtlichen Feuerwehr und der Unterstützung der betroffenen Gemeinde und ihren Einwohnern


Danke an das Tierheim Team vor Ort, das nachts in eisiger Kälte ausgeharrt hat, oder bei erneuter Sichtung sofort alles stehen und liegen gelassen hat und gleich los ist, egal wieviel Schnee oder Glatteis auf den Straßen waren, und so diese armen Geschöpfe in Sicherheit bringen konnte.

Danke an das Team auf den Pflegestellen, die alles geben, um die Katzen aufzupäppeln und ins Leben zurückzuholen.

 

Diese Geschichte trägt den Namen „Herzeleid“, weil sie genau das verursacht.

Er ist eine emotional verstörende Geschichte, die auch eine hilflose Wut aufkommen lässt.


Vorab: Alle Katzen in unserer Obhut erholen sich zusehends.


Die Bilder von der Ankunft der Tiere sind nochmals extra hinterlegt, auch hier entscheidest du wie weit du das anschauen willst.


Bitte bedenke das die Seite Ankunft verstörte und unterernährte Katzen mit Wunden zeigt.


An besagten Nachmittag, ein sehr kalter Tag mit eisigem Wind und Schnee, erhielten wir einen Anruf über zwei zurückgelassene Katzen nach einem Auszug.

Bei der Beschreibung der Tiere gingen bei uns die Alarmglocken an, da wir letztes Jahr in einer anderen Gemeinde den gleichen Fall, weitaus nicht so umfangreich wie jetzt, hatten.

 

Also gleich los und bei Ankunft erwarteten uns zwei unterernährte Katzen, die unter einem Eingangsdach in einem Treppenhaus etwas Schutz gefunden hatten.

Die Augen voller Angst und Leid, wir sind einiges gewöhnt aber dieser Blick hat auch uns mitten ins Herz und die Seele getroffen.

 

Die beiden sind sofort allein in die mitgebrachten Katzenkörbe gegangen und das erlebt man selten.

 

Beim Einladen in das Auto hörten wir ein klägliches Maunzen, das aus einem schmalen Spalt zwischen zwei Garagen kam.

Also wurde noch ein zweites Team verständigt, das eine Lebendfalle und die ersten beiden in eine Pflegestelle brachte das von einem weiteren Team schon gemütlich warm und mit ausreichend Futter und Wasser vorbereitet wurde.

 

Die dritte Katze war nicht zu bewegen uns näher zu kommen.

Es wurde Futterspuren gelegt, wir haben uns zurückgezogen, aber leider nichts.

Es wurde Nacht, es wurde immer kälter, aber keiner von uns hätte in dieser Nacht schlafen können, in dem Wissen, das hier schnell gehandelt werden muss und die Katze offensichtlich auch am Rande des Überlebens war.

Also wurde ein rollierendes System eingerichtet, wir wechselten uns ab, froren erbärmlich und waren sehr müde.

Ergebnis: Nichts!


Erst am nächsten Morgen, mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr konnte die Kleine mittels einer Teleskopstange so weit in unsere Nähe gebracht werden das wir sie sichern konnten.


Auch hier, unterernährt und sichtlich schwanger.

 

Und dann ging das täglich weiter, in Kellern, in Treppenhäusern,  um die Häuser herum, überall diese armen Geschöpfe.

Nachbarn, Anwohner, Wohnungseigentümer und Gewerbebetriebe haben uns großartig unterstützt und uns bei Sichtung sofort benachrichtigt oder auch beim Sichern geholfen

 

Im Zeitraum vom 01.02-10.02. sicherten wir 13 Katzen, zwei davon schwanger.

Um das alles noch schlimmer zu machen, wurde in der leeren Wohnung noch eine zurückgelassene Katze gefunden, in so schlechten Zustand, dass sie stationär tierärztlich mittels Infusionen versorgt werden musste.

 

Einige Tage später wieder die Meldung, Katzen in der Wohnung.

Wir nehmen an, da es erforderlich war die Räume großzügig zu lüften, dass einige Katzen durch die offenen Fenster wieder in die Wohnung gesprungen sind.

Beim Sichern entdeckten wir aus den Augenwinkeln immer wieder noch ein Tier.

Verkrochen hinter Schränken und Möbeln.

Ein nicht endend wollender Alptraum.


Das vorläufige Ende setzte ein ausgehungertes kleines Wesen, das um die Kellerfenster schlich.

 

 

Bis Dato hatten wir 13 Katzen in unserer Obhut, alle unterernährt oder schon extrem abgemagert.

 

  • Alle mit hoch entzündeten Ohren durch massiven Ohrmilbenbefall.
  • Alle mit struppigem Fell, einige mit schlimmen Wunden und teils großflächigen kahlen Stellen im Fell.
  • Bei einigen der Langhaarkatzen ist der Schwanz zum Teil nackt.
  • Alle äußerst verstört und geschwächt, wir vermuten das die Tiere vorher Hauskatzen waren.
  • Viele schwach und wacklig auf den Hinterbeinen.

 

Da der Auszug der betreffenden Person noch nicht sehr lange zurücklag, nehmen wir an das hier also im Vorfeld schon vieles im Argen gelegen haben, soweit wir das im Nachhinein beurteilen können.


Die Katzen haben in ihrer Not alles gegessen, was sie finden konnte.

Glücklicherweise haben sie erbrochen, wenn das noch im Darm gelandet wäre, hätten die Entzündungen vieles noch viel schlimmer gemacht.


Im Erbrochenen fanden wir Wattestäbchen, Plastik und Stanniolpapier.

Teile einer Plastiktüte, etwas Gummiartiges und einiges, was nicht zu definieren war.

 


Einige Tage lang hatten wir keine weiteren Meldungen mehr und wir erlaubten uns etwas zu entspannen da wir glaubten wir hätten alle Katzen gesichert.

 

Doch dann sicherten wir im Zeitraum 14.02-18.02 nochmals 3 Katzen, der Zustand dementsprechend noch schlimmer.


Diesmal weit weg von der ursprünglichen Wohnung, nach unserer Erfahrung konnten sie dort nicht allein hingelaufen sein, was uns Schlimmes vermuten lässt.

Soweit wir recherchieren konnten, waren 17 Katzen in dem Haushalt vorhanden.


Nummer 17 wurde auch schon gesichtet ist aber wieder verschwunden.

Viele aus der Bevölkerung der Gemeinde helfen uns und halten die Augen offen.

Wir hoffen inständig, dass wir diese Katze noch sichern können.

 

Wir kennen die Hintergründe oder die Lebensgeschichte der betroffenen Person nicht und wollen hier nicht urteilen, was schwerfällt.

Was wir aber verurteilen ist, dass wir, als wir einen telefonischen Kontakt zu der Person herstellen konnten, angelogen wurden.

Über die Anzahl der Katzen, über Tiere, die noch in der Wohnung waren und wo letztendlich alle abgeblieben sind.

Die Wahrheit hätte den Tieren viel Leid ersparen können.

 


Unsere Herzeleid Katzen werden von einem erfahrenen Team mit viel Geduld ins Leben zurückgeholt.

Natürlich steht immer genügend Futter und Wasser zur Verfügung.

Es wird viel Zeit und Geduld aufgebracht zum Spielen, Streicheln und die Versorgung mit Medikamenten.

Einige der Katzen scheinen eine starke Bindung zueinander zu haben, die später eingetroffenen werden freundlich begrüßt und angekuschelt.

 


Einige verstecken sich und haben mächtig Angst, einige lieben den Kontakt zu Menschen und genießen die Kuschel und Streicheleinheiten.


Sie suchen Zuwendung, nicht fordernd oder selbstverständlich nach Katzenart, nein sie sitzen vor uns, schauen uns an und sind dann so dankbar für die Ansprache und streicheln das es uns die Tränen in die Augen treibt.


Einige haben sich erstaunlich schnell erholt, ihr größtes Glück ist ein Teppich zum Draufliegen, Kratzmatten und Kuschelhöhlen, ein Sofa, Spielzeug und ganz arg wichtig:


Gekochtes Hühnchen.


Einige sind noch nicht so weit, man merkt ihnen das erlittene Leid an.

 

Unsere beiden schwangeren wurden auf eine andere erfahrene Pflegestelle gebracht, dort haben sie mehr Ruhe und falls es zu Komplikationen kommt, kann hier schnell geholfen werden.

 

Die ersten drei Kitten wurden in der Nacht zum 19.02.2026 geboren.

Mutter und Kinder sind Dank der guten Versorgung durch die Pflegestelle wohlauf.

 


Alle schlafen sehr viel und sehr tief, der Stress hat einfach seinen Tribut gefordert.

Manchmal bemerken sie uns nicht einmal, so tief im Schlaf sind sie.

Manche Nickern immer wieder weg, natürlich kostet die Wundheilung auch Kraft.

Viele bekommen Medikamente und da ist doch ein Nickerchen mitten im Spiel in Ordnung.

 

Natürlich sind die Katzen getrennt nach Jungs und Mädels untergebracht, es ist keine kastriert oder sterilisiert.

 


Die zuständigen Behörden sind eingeschaltet und wir lassen die Tiere bei uns erst einmal zur Ruhe kommen.

Sie müssen an Gewicht zulegen, die körperlichen und auch die seelischen Wunden müssen heilen.

Daher sind Vermittlungen oder Besuche nicht möglich, auch müssen wir erst die rechtlichen Entscheidungen abwarten.

Anfragen hierzu können wir momentan auch nicht beantworten.

 


Warum erzählen wir euch solche Geschichten?

Weil diese Fälle bundesweit zunehmen und uns Tierheime in Situationen bringt, die unsere Möglichkeiten einfach übersteigen.

Wir erwarten dieses Frühjahr mit bangem Blick, jetzt schon alle Pflegeplätze belegt und die zu erwartenden Frühjahrskitten machen uns große Sorgen.

 

Weil es wichtig ist hinzuschauen und sich zu melden, sobald du eine Tierhortung oder schlechte Haltung bemerkst.


  • Die zuständige Behörde ist das Veterinäramt des Landkreises.
  • Ebenso kannst du das örtliche Ordnungsamt informieren.
  • Zeitgleich sollte eine Info vorab an das zuständige Tierheim erfolgen, so das dann schon Vorbereitungen getroffen, und der Kontakt mit den Behörden hergestellt werden kann.

 

 

Wenn du uns und den Tieren helfen willst, freuen wir und unsere Herzeleid Katzen uns auf:

 

  • Hochwertige, möglichst getreidefreie Nass und Trockenfutter.
  • Schön wäre Rassespezifisches Futter für BKH-Katzen.
  • Leckerlis lieben alles sehr und alles, was mit Hühnchen zu tun hat.


Für BKH Rassespezifissches Futter fügen wir folgende Links von Fressnapf, Zooplus oder unserer Amazon Wunschliste , ein.

Bitte beachte das die auf die jeweiligen Seiten weitergeleitet wirst.

Wir sind dankbar für jedes Futtertütchen das du uns ermöglichen kannst.

Unsere Amazon Wunschliste
BKH Futter bei Zooplus
BKH Futter bei Fressnapf


Am Samstag, 28.02.2026 von 09.00-15.00 Uhr ermöglicht uns die Firma  Fressnapf Geislingen

einen Stand aufzustellen um auf unsere Situation mit unseren Herzeleid Katzen aufmerksam zu machen.

Auch dort sind wir und die Herzeleid Katzen dankbar für jedes Tütchen hochwertiges oder BKH-Futter.

Herzlichen Dank an Fressnapf Geislingen für die Unterstützung.

 


Auch finanziell kannst du uns helfen, die tierärztliche Versorgung ist gewaltig und ist in unserem Budget nicht eingeplant:


Per Banküberweisung an:

  • Kontoinhaber: Tierschutzverein Geislingen und Umgebung e.V.
  • IBAN: DE41 6105 0000 0016 0460 65
  • BIC:   GOPSDE6GXUXX

oder per Paypal:

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